Netflix bringt Smart Downloads

Netflix hat verkündet, dass sie die Download Funktion von Serien und Filmen optimieren. Das Feature heißt Smart Downloads.

Dazu ein Artikel im Netflix Help Center:

Wie funktioniert Smart-Downloads?
Wenn Sie eine oder mehrere Folgen einer Serie heruntergeladen haben, löscht Smart-Downloads die Folge, die Sie gerade angeschaut haben und lädt automatisch die nächste Folge der Serie herunter.

Beispiel:

Sie laden Staffel 1, Folge 1 bis 3 herunter.
Sie schauen Staffel 1, Folge 1 zu Ende an.
Smart-Downloads löscht Staffel 1, Folge 1 und lädt automatisch Staffel 1, Folge 4 herunter.

Die Funktion gibt es vorerst nur für Android Endgeräte, im Laufe des Jahres soll sie für iOS kommen.

Das Feature ist eine begrüßenswerte Erweiterung. Was ich mir aber mehr wünschen würde als Smart Downloads für die mobilen Plattformen, wäre eine Download Funktion für den Mac.

Das iPad – Ein großes iPhone

Das iPhone ist der Hauptcomputer für viele Nutzer, das iPad ist ein großes iPhone, größer ist gleich besser, so die verkürzte Argumentation von Matt Gemmell.

Ich gebe ihm Recht, für Viele ist das iPhone mittlerweile der Hauptcomputer. Das stimmt auch für mich. Das iPhone ist nicht mein liebster Computer, aber der Computer, den ich am meisten verwende. Die von Vielen, auch in der Presse, getätigte Aussage: „Das iPad ist ja nur ein großes iPhone.“, ins positive umzukehren, haut für mich so gar nicht hin. Den größer ist nicht gleich besser.

Das iPhone ist so großartig, weil es so viel zu leisten vermag, obwohl es so klein ist. Vom iPad erwartet man sich, dass es, aufgrund ähnlicher Größe wie ein Notebook, auch ähnliches zu leisten vermag. Das ist das iPad in vielen Bereichen bisher schuldig geblieben.

Ich mag das iPad, es ergänzt den Mac prima. Ich kann nur die ewig gleichen Floskeln von den all in on iPad Fanboys nicht mehr hören/lesen, dass das iPad modern ist, und es nur eine Frage der Zeit sei, bis dieses die Aufgaben der unmodernen Macs gänzlich übernehmen wird. Laut Matt Gemmel fehlt es nur an ein paar Schrauben. Das gilt maximal aus seiner beschränkten Sicht auf die Dinge.

Das iPad ist jetzt seit acht Jahren am Markt. In der IT ist das eine halbe Ewigkeit. Wie lange dauert es denn noch bis dieser Versprechen eingelöst wird? Ich beantworte das mal:“Das wird nicht passieren!“

Was passieren wird, es wird eine gemeinsame Enwicklungsumgebung für iOS und macOS geben, damit es für Entwickler einfacher wird, für iPhone/iPad und Mac parallel Software zu entwickeln. Eine App wird unter iOS und macOS den gleichen Unterbau haben, auf User Interface Ebene wird jede Plattform seine Stärken ausspielen. Seitens Mac ist das die indirekte Bedienung mit Touchpad und Maus, sowie der direkte Zugriff auf das File-System, um nur einige Vorteile zu nennen.

Es wird der Tag kommen, an dem der Mac durch ein neues Gerät ersetzt werden kann, aber es wird nicht das iPad in seiner derzeitigen Form sein, sondern eine neue Gerätekategorie. Ich denke an ein Apple Surface. Eine gemeinsame Hardware Plattform mit ARM CPU, die das User Interface, je nach Anwendungsfall, zwischen direkter und indirekter Bedienung switchen wird – ein Tablet, und ein professional Modus, wenn man so will.

Das klingt für mich spannend, und nicht die Portierung von Pro Apps auf das softwareseitig limitierte iPad.

Mac Pro kommt erst 2019

Vor einem Jahr gab es ein Krisenmeeting, zu dem Apple Vertreter der Presse eingeladen hat, nachdem die Wogen der Pro-User hoch gingen, weil sie mit der Entwicklung von Apple, in diesem Marktsegment, unzufrieden waren.

Jetzt, ein knappes Jahr später, wurde Matthew Panzarino von Techcrunch von Apple erneut eingeladen, um über die Entwicklung Apple’s im Pro Markt Segment zu berichten.

Apple hat seine Lektionen gelernt, und ist bemüht transparent mit seinen Pro Kunden zu kommunizieren. Ungewöhnlich für Apple rücken sie deshalb auch gleich mit der Nachricht heraus, dass der Mac Pro erst 2019, und nicht wie von vielen erhofft bereits dieses Jahr, am Markt kommen wird.

After an initial recap in what they’d done over the past year, including MacBooks and the iMac Pro, I was given the day’s first piece of news: the long-awaited Mac Pro update will not arrive before 2019.

When we got the news that it wouldn’t arrive in 2017, there was some implicit messaging that 2018 was not guaranteed either (we were told “not this year,” but not “definitely next year”). This time around, Boger was succinct: the promised Mac Pro will be a 2019 product.

Die gute Nachricht für die Pro Kunden, wie erhofft wird es sich beim Mac Pro um ein modulares System handeln, an dieser Ausrichtung hat sich im vergangenen Jahr nichts geändert.

“As we said a year ago, working on modular was inherently a modular system and in looking at our customers and their workflows obviously that’s a real need for our customers and that’s the direction we’re going,” says Boger.

Um den Pro Markt besser zu verstehen hat Apple ein eigenes Team gegründet, dass sich exklusiv diesem Marksegment widmet.

Now, it’s a year later and Apple has created a team inside the building that houses its pro products group. It’s called the Pro Workflow Team, and they haven’t talked about it publicly before today. The group is under John Ternus and works closely with the engineering organization. The bays that I’m taken to later to chat about Final Cut Pro, for instance, are a few doors away from the engineers tasked with making it run great on Apple hardware.

Apple geht noch einen Schritt weiter, und stellt eigens Creative Professionals ein, die an realen professionellen Projekten arbeiten, und ihre Verbesserungsvorschläge, betreffend Hardware und Software, an das Pro Workflow Team berichten.

So Apple decided to go a step further and just begin hiring these creatives directly into Apple. Some of them on a contract basis but many full-time, as well. These are award-winning artists and technicians that are brought in to shoot real projects (I saw a bunch of them walking by in Apple Park toting kit for an on-premise outdoor shoot). They then put the hardware and software through their paces and point out sticking points that could cause frustration and friction among pro users.

Apple’s Pro Workflow Team widmet sich allen Aspekten des Workflow Marktes, und ist nicht auf den Mac Pro beschränkt. Matthew Panzarino ist von der Anbindung externer Grafikkarten mittels Thunderbolt 3 an Macbook Pros sehr angetan.

External GPUs plugged into MacBook Pros, in my opinion, is going to be an enormous shift in the way that people think about portables. I got a live demo of a graphics stress test running on a MacBook Pro natively, then on one and then two external GPUs. The switching is nearly seamless, depending on the age of the app, and some modern rendering software can use all three in concert. It’s one of those things that works exactly the way you think it would, and it leans heavily on Thunderbolt 3.

Fazit

Mir liegen die Bestrebungen von Apple im Pro Markt persönlich am Herzen. Nicht weil ich ein Creative Professional bin, aber doch in einigen Bereichen eine professionelle Herangehensweise an diverse Themen habe.

In den letzten Jahren wurde der Pro Markt von Apple stiefmütterlich behandelt, der Fokus, zumindest ist meine Außenwahrnehmung derart gelagert, liegt auf iOS, und was produktive Anwendungsfälle betrifft, das iPad als potentiellen Mac Ersatz.

Wenngleich iOS das neuere, vielleicht auch modernere, Betriebssystem als macOS ist, ist es dennoch so, dass das iPad viele Dinge nicht, oder nur unzureichend kann, die am Mac spielend möglich sind. Es mag sein, dass viele Anwender mit dem iPad das Auslangen finden, aber es gibt auch viele Benutzer, die das eben nicht tun, bzw. lieber mit dem Mac, als mit dem iPad, arbeiten.

Ich bin seitens technologischer Entwicklung ein sehr aufgeschlossener Mensch, setze das iPad deshalb immer wieder für produktive Anwendungsfälle ein. Ich habe allerdings auch noch mit iOS 11 oft das Gefühl, dass mir ein Arm auf den Rücken gebunden wurde, und das bei oft panalen Anwendungsfällen.

Da ist es erfreulich zu hören, dass es ein Team bei Apple gibt, dass sich professionellen Workflows widmet. Einerseits dient es der Weiterentwicklung der Mac Plattform, hat aber auch das Potential das iPad in der Sparte voran zu bringen. Großes Potential sehe ich im Interworking von Mac und iPad, an dieser Stelle kann Apple seine Stärken einer kontrollierten geschlossenen Plattform besonders gut ausspielen.

Langfristig wird aus Mac und iPad eventuell ein Gerät, auch wenn Apple’s Manager immer wieder behaupten, dass das keine Strategie ist, die sie verfolgen wollen. Ich denke es wird passieren. Microsoft hatte mit seinem Surface Ansatz die richtige Idee, sie waren allerdings zu früh dran, und die Umsetzung ist schlecht.

Alto’s Odyssee

Seid ein paar Tagen befindet sich Alto’s Odyssee im App Store. Das Spiel basiert auf den Vorgänger Alto’s Adventure, wurde allerdings mit einigen neuen Feature erweitert, die dem Spiel mehr Tiefe und Abwechslung verleihen, ohne den Flow des Vorgängers zu zerstören.

Ich habe den Titel jetzt ein paar Tage gespielt, und bin begeistert. Bei einem derart gelungenem Spiel wie Alto’s Adventure noch einen drauf zu setzen ist eine großartige Leistung.

Wer den Vorgänger nicht kennt, es handelt sich um ein Spiel des Genres Endless Runner. Das Spiel kommt gänzlich ohne iAP aus. Was Alto’s Odyssee auszeichnet, ist, wie hochwertige das Spiel produziert ist. Die Entwickler bewegen sich nahe an der Perfektion. Grafik, Sound, Steuerung, und am wichtigsten der Flow, passen perfekt.

Wer Alto’s Adventure mochte, wird Alto’s Odyssee lieben, und den Titel vermutlich bereits gekauft haben. Allen anderen sei das Spiel, sofern ihr mit dem Genre und dem Stil etwas anfangen könnt, wärmstens empfohlen. Viel besser geht es nicht.

Alto’s Odyssey im App Store.

HomePod – Der smarte Lautsprecher im Vergleich

homepod-white-shelf.jpgSerenity Caldwell von iMore testet Apple’s Smart Lautsprecher, und vergleicht ihn mit den naheliegenden Konkurrenzprodukten Amazon Echo, Google Home Max und Sonos One.

Klangtechnisch ist der HomePod den Konkurrenzprodukten in diesem Vergleich größtenteils meilenweit vorraus, lediglich der Sonos One kann klangtechnisch halbwegs mithalten. Apple hat den HomePod eindeutig als Audio Device positioniert, im Fokus steht der gute Klang. Das ist eine eindeutige Unterscheidung zur Positionieren des Amazon Echos. Bei diesem Produkt stehen eindeutig die Smart Features, also primär die Sprachsteuerung, im Vordergrund.

Will man einen smarten Lautsprecher, der richtig gut klingt, dann scheint man mit dem HomePod eine zusätzliche Option zu haben. Wie gut sich der HomePod im Vergleich zu Sonos etablierten Produktportfolio, aber auch Smart Hifi Produkten anderer klassischer HiFi Hersteller, wie Bose, schlagen wird, wird die Zukunft zeigen.

Der HomePod ist nicht fertig. Es fehlt der AirPlay 2 Support, der Multiroom Audio bringt. Studio Pairing, also die Möglichkeit zwei HomePods zu einem Stereo Verbund zu paaren, ist auch von der AirPlay 2 Einführung abhängig, die später im Jahr erfolgen soll. Die Produkteinführung ist vorerst auf die USA, Großbritannien und Australien beschränkt. In diesen Ländern kommt der HomePod am 9.Februar auf den Markt. Im Laufe des Frühling startet der HomePod in Deutschland und Frankreich. Wann der HomePod nach Österreich und in die Schweiz kommt, steht in den Sternen.

Zu bedenken gilt, dass Sonos ebenfalls AirPlay 2 Support bekommen wird, über die Jahre bewiesen hat, dass deren Produkte gut funktionieren, und sie mit einer Vielzahl an Lautsprechern unterschiedliche Kundenbedürfnisse abdecken können, inkl. Mehrkanalton.

Leicht wird es Apple nicht haben den HomePod zu etablieren. Apple’s Lautsprecher ist eingezwängt von den günstigen, wenngleich nicht besondern gut klingenden, Lautsprechern von Amazon und Google, sowie diversen Drittherstellern, mit Amazon Alexa Support. Am audiophilen Ende stehen Sonos, Bose und Co.