Plex Cloud

Plex CloudPlex hat ein sehr interessantes neues Service angekündigt, dass vorerst im Beta Betrieb läuft – Plex Cloud. Voraussetzung für die Nutzung des Services ist der Plex Pass, sowie ein Amazon Drive Account.

In weniger als einer Minute soll ein Plex Cloud Server aktiviert sein. Den Server verknüpft man mit seinem Amazon Drive Account, worauf man seine Medien ablegt.

Während der Betaphase stehen noch nicht alle Features zur Verfügung, dazu gibt es ein Plex Cloud FAQ:

How do I get in the Beta?

Sign up for access to the Plex Cloud Beta. Please sign up as soon as possible to ensure your spot. Plex Pass holders will be given priority to join the Plex Cloud Beta. Remember, Plex Pass lets you experience the very best of Plex.

Can I use with my existing Amazon Drive account?

Yep.

Are all Plex Media Server features available on Plex Cloud?

Most of the core features are available at launch and we’ll be working to add some of the currently-unavailable features over time. Camera Upload, Mobile Sync, Cloud Sync, Media Optimizer, DLNA, and DVR are not available at this time.

Do you work with any other cloud providers?

Currently, Plex works with Amazon Drive. We’ll continue to evaluate adding support for other cloud storage providers over time.

Is this a copy of my local Plex Media Server?

Nope. This is a completely separate, independent “Plex Media Server” and not a copy of the one you run locally.

How do I upload my files?

Currently, Amazon provides several tools for PC and mobile as well as a web interface for uploading content securely. Plex then accesses that content through secure connections. Plex does not do any file level encryption or modify your files on Amazon Drive in any way.

Ich finde das Service sehr spannend, denn es adressiert mehrere Probleme:

  1. Um Plex komfortabel nützen zu können braucht man einen Server, der vorzugsweise immer läuft. Der Plex Server läuft in vielen Installationen auf einem NAS.
  2. Ein Server/NAS muss administriert werden.
  3. Ein Server/NAS braucht Strom.
  4. Eine große Mediensammlung erfordert einen großen Massenspeicher.
  5. Die Medien des Plex Servers sollten gesichert werden.
  6. Wenn der Plex Server auf einem NAS läuft, gibt es meist Performanceprobleme bei der live Konvertierung von HD Inhalten, spätestens ab 1080P, sofern man kein NAS mit dezidiertem Grafik-Co-Prozessor sein eigen nennt.
  7. Will man seine Medien außerhalb der eigenen vier Wände konsumieren, ist man durch die, meist bescheidene, Upstream Bandbreite des heimischen Internetanschlusses limitiert.

Den Plex Cloud Server muss man einfach nur starten, um den Betrieb der Serverplattform kümmert sich Plex. Amazon Cloud Drive bietet optional unlimitierten Cloud Speicher um schlanke 70€/Jahr. Die Daten werden automatisch gesichert, und Amazon’s Cloud Drive Service ist breitbandig ans Internet angebunden. Ich habe bisher noch keinen Plex Cloud Beta Account, aber es ist damit zu rechnen, dass Plex Cloud auch live Konvertierung von Medien unterstützt, und das entsprechend performant von statt geht.

iPhone 7 Home Button

Der klassische iPhone Home Button musste beim iPhone 7 einem berührungssensitiven weichen. Es handelt sich um keinen mechanischen Knopf mehr, statt dessen wird dem Benutzer mit einem Vibrationsmotor, der Taptic Engine, beim drücken haptisches Feedback gegeben. 

Nun hat sich herausgestellt, dass der berührungssensitve Home Button nur mit nackter Haut funktioniert, also eigentlich Touch ID den neuen Home Button authorisiert, bevor man ihn betätigen kann. 

Dazu Mike Hurley auf Twitter:

So here’s a thing. 
Cover your iPhone 7 home button with material (like from a t-shirt) and try to click it. 
😑

 Das bedeutet, wenn jemand mit Touch ID  Probleme hat, kann er das iPhone 7 nicht mehr bedienen. Das schließt auch die Bedienung mit Handschuhen aus. 

Das zeigt, dass Apple vom Touch ID Chip im iPhone 7 sehr überzeugt sein dürfte, denn wenn dieser nicht zu 100% funktionieren sollte, werden sie einen Shitstorm epischen Ausmaßes ernten.

Gedanken zur Apple Medienveranstaltung

iphone-7Die Eckpfeiler der Veranstaltung waren in chronologischer Folge:

  • Super Mario Run
  • iWork Real-Time Collaboration
  • Apple Watch
  • iPhone 7
  • AirPods

Super Mario Run

Für mich die Überraschung der Veranstaltung, und ein absolutes Highlight. Apple gewinnt Shigeru Miyamoto für die Medienveranstaltung. Jenes Genie, das unter Nintendo Fans ähnliche Verehrung geniest, wie Steve Jobs unter Apple Jüngern. Als Shigeru Miyamoto die Bühne betritt, geht die Menge durch die Decke. Wenn Apple angekündigt hätte, das Elvis gar nicht tot ist, und er die Bühne betreten hätte, hätte es nicht für mehr Begeisterung gesorgt.

Super Mario Run wird ein Super Mario light, ausgelegt für Einfinger-Bedienung. Herr Miyamoto brachte das Beispiel, dass man in den Öffis steht, sich mit einer Hand festhält, in der anderen Hand das iPhone Super Mario Run spielend. Der Fokus liegt also auf mobilen kurzen Sessions. Eine kompetitive Variante ist auch enthalten. Es gibt einen Ghost Modus, bei welchen man sich mit seinen Freunden messen kann.

Super Mario Run wird kein Titel mit In-App-Purchases, man zahlt den Titel einmal, und bekommt das komplette Spiel. Interessant wird, wie Nintendo den Titel preislich ansiedeln wird. Ich rechne mit einem Preis zwischen 9,90€ – 14,90€. Eine hohe Summe für den App Store, eine geringe für Nintendospiele. Wie die Begeisterung über Miyamotos Auftritt gezeigt hat, gibt es eine nicht unbeträchtliche Überschneidung zwischen Nintendo- und Apple Fans. Die Preise für Nintendospiele sind bekannt, und ich denke, ein Premium Preis für Super Mario Run wird akzeptiert werden. Ich finde es großartig, dass Nintendo auf einen Bezahltitel, entgegen dem allgemeinen Trend, setzt.

iWork Real-Time Collaboration

Was sich hinter dem Titel versteckt, ist die Möglichkeit mehrerer User gleichzeitig an einem Dokument zu arbeiten. Ein Feature, dass vor geraumer Zeit mit Google Apps Verbreitung fand, auch Microsoft bietet mit Office 365 Collaboration Tools.

Wer lieber mit iWork, als mit Google Apps und Office 365 arbeitet, wird sich darüber freuen, dass dieses tolle Feature jetzt auch in iWork, auch außerhalb des Browsers, angekommen ist.

Ich bezweifle stark, dass viele Firmen iWork verwenden, aber sicher viele Privatpersonen und sicher auch Bildungseinrichtungen. Ich bin sehr erfreut über das neue Collaboration Feature, denn ich arbeite sehr gerne mit iWork, ziehe es Google Apps und Microsoft Office, zumindest für die Privatanwendung, vor.

Apple Watch

Apple kündigt zwei neue Apple Watch an, das Highlight ist die Series 2, die neue Features bringt. Die Apple Watch Series 1 entspricht im wesentlichen der alten Apple Watch, ist allerdings mit dem neuen stärkeren Prozessor der Series 2 ausgestattet.

Ein stärkerer Prozessor, und damit mehr Geschwindigkeit, ist natürlich immer willkommen, besonders weil die Apple Watch der ersten Generation dahingehend etwas schwächelte. watchOS 3 wird am 13.Sept. 2016 veröffentlicht, und wird die Geschwindigkeitshandicaps, die so richtig stören, ausbügeln. Deshalb denke ich, dass das Series 1 Modell für Besitzer zu wenig Mehrwert bietet.

Bei der Vermarktung der Series 2 setzt Apple den Fokus auf Sport. Das zeigt sich nicht zuletzt durch eine Kollaboration mit Nike, einem speziellen Nike+ Modell. Den Ansatz halte ich für richtig. Durch diese Vermarktung kann man das Interesse von potentiellen Sportuhrkäufern gewinnen. Wenn sie dann den Mehrwert sehen, den eine Apple Watch im Vergleich zu einer reinen Sportuhr mitbringt, könnte das Pendel in vielen Fällen Richtung Apple Watch ausschlagen.

Seitens neuer Hardware Features bringt die Series 2 den bereits erwähnten stärkeren Prozessor mit. Die Kernfeatures sind allerdings GPS, und dass die Apple Watch Series 2 wasserdicht ist. GPS ist primär für Läufer interessant, die Wasserdichtheit für Wassersportler. GPS wurde auf der Bühne in Verbindung mit einer Wander-App vorgeführt. Ein interessanter Anwendungsfall, der sie auch für mich interessant machen würde. Der Hinkefuß ist allerdings, nach fünf Stunden GPS Nutzung ist der Strom der Apple Watch Series 2 aus. In den fünf Stunden bekommt man einen Marathon unter, bei Wanderungen reicht das in vielen Fällen nicht, außerdem möchte man die Uhr auch noch nach der Wanderung benützen, und nicht mit leeren Akku da stehen.

Für Neukäufer ist die Apple Watch Series 2 ein sinnvolles Upgrade. Für Besitzer des alten Modells zahlt sich das Upgrade, meiner Meinung nach nur aus, wenn man ohne iPhone laufen will, bzw. Wassersportler ist.

iPhone 7

Der Star der Veranstaltung in zweifacher Ausfertigung war zweifellos das iPhone 7 & iPhone 7 Plus. Das iPhone 7 hat im wesentlichen das gleiche Design wie das iPhone 6 & 6s. Es gibt allerdings zwei neue Farboptionen schwarz (matt), und diamantschwarz (glänzend). Ein neuer Prozessor, namens A10, sorgt für mehr Dampf im Gehäuse, und das ist natürlich immer willkommen. Zu wenig Performance ist allerdings kein Kriterium, über das der gemeine iPhone 6s User klagt, für Besitzer älterer Geräte ist der Performancebump aber sicherlich willkommen, je älter um so mehr.

Das iPhone 7 wird durch folgende Eckdaten definiert.

  1. Es ist nach der Norm IP67 staubdicht und spritzwassergeschützt. Das heiß nicht, dass man mit dem iPhone 7 schwimmen gehen sollte, aber wenn es in einen Pool fällt, und man es gleich wieder raus holt, dann sollte es keinen Schaden nehmen. Und ja, den Sturz ins volle Bierglas steckt es auch mit Leichtigkeit weg.
  2. Die Kamera wurde stark verbessert. Sensor und Imageprocessor sollen wesentlich leistungsfähiger sein. Hoch willkommen ist die Blende 1.8f, statt bisher 2.2f. Das bedeutet, dass wesentlich mehr Licht durch das Objektiv auf den Sensor trifft, und die Kamera somit wesentlich leistungsfähiger für Situation macht, in welchen wenig Licht zur Verfügung steht. Das iPhone 7 bekommt, umgerechnet auf 35mm Film, eine 28mm Linse und einen optischen Bildstabilisator, das iPhone 7 Plus zusätzlich eine zweite Linse mit 56mm. Die zweite Linse erlaubt beim iPhone 7 Plus erstmalig ein optisches Zoom. 56mm Brennweite entspricht in etwas dem menschlichen Gesichtsfeld. Ich fotografiere mit meiner Olympus OM-D E-M10 rund 90% meiner Fotos mit einem 50mm Prime Objektiv. Das das iPhone 7 Plus eine ähnliche Linse bekommt, finde ich großartig, 28mm Brennweite ist mir in den meisten Fällen viel zu weitwinkelig.
  3. Es hat keinen 3,5mm Klinkenanschluss mehr, statt dessen werden EarPods mit Lightning Anschluss, und ein Lightning zu 3,5mm Klinke Konverter mit geliefert. Ich halte diesen Schritt für richtig. Etwas mehr ins Detail gehe ich in folgenden Artikel.

Die meisten iPhone Nutzer erneuern ihr Telefon alle 2–3 Jahre. Diesen potentiellen Käufern bietet Apple ein sehr interessantes Package. Das Äußere mag den beiden Vorgängergenerationen entsprechen, und einige finden das langweilig. Für mich ist das kein Problem, die beiden schwarzen Variationen sorgen für etwas frischen Wind. Letztendlich zählen die neuen Funktionen, und die sind gut. Die letzte Generation brachte zum Beispiel Force Touch, ein Feature, das bei der Masse an iPhone Nutzern wahrscheinlich wenig Beachtung fand. Ich halte es für eines der besten Funktionen der letzten Jahre, Force Touch hat die Benutzung des iPhones für mich maßgeblich verändert.

Für Besitzer eines iPhone 6s, oder 6s Plus, zahlt sich, meiner Meinung nach, der Upgrade auf das iPhone 7 nur aus, wenn einem die Kamera sehr wichtig ist. Dann greift man vorzugsweise zum iPhone 7 Plus mit zwei Linsen.

AirPods

Großartiges Produkt! Wenn sie gut klingen und effektiv gegen Lärm von außen abgeschirmt sind, dann ist das ein Pflichtkauf. Man darf also gespannt sein, bis die ersten Tester die Dinger länger in die Hände bekomme. Der kabellosen Audio Zukunft, und den AirPods, habe ich einen eigenen Artikel gewidmet.

iPhone 7 – Die Zukunft von Audio ist Wireless

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Bereits vor Monaten sickerte das Gerücht durch, dass das neue iPhone keine 3,5 mm Kopfhörerbuchse haben würde. Bei der Ankündigung des iPhone 7 wurde das bestätigt.

Diese Maßname erntete viel Kritik. Der 3,5 mm Klinkenstecker ist ein lange etablierter Standard, fast jeder hat einen Kopfhörer zu Hause, der damit ausgestattet ist. Viele Menschen sehen nicht die Notwendigkeit die Buchse wegzulassen, meinen Apple’s Maßnahme sei ein kundenfeindlicher Schritt.

Apple ist nicht zimperlich beim Abschneiden alter Zöpfe. Sie haben das Floppy Laufwerk aus dem iMac verbannt, als in der Windows Welt noch alle Rechner damit ausgestattet waren. Sie haben als erster einen Rechner – das Macbook Air – ohne CD/DVD Laufwerk auf dem Markt gebracht. Das iPhone und iPad unterstützte nie Adobe Flash.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es sich um richtige Schritte gehandelt hat. Die Konkurrenten zogen nach, wenngleich sie sich in allen Fällen Zeit ließen, um der Kontroverse mit ihren Kunden aus dem Weg zu gehen.

Den Klinkenstecker gibt es seit über hundert Jahren, und die letzte wesentliche Errungenschaft war die Verkleinerung, den 3,5 mmm Klinkenstecker gibt es seit den 1960er Jahren. Für die Menschen war er schon immer da, die Vertrautheit ist stark. Deshalb ist die emotionale Aufladung auch ungleich größer, als bei den alten Zöpfen, die Apple bisher abschnitt.

Die Technologieablöse ist auch deshalb schwer vermittelbar, weil der 3,5 mm Anschluss schlicht und einfach funktioniert. Wenngleich ein derartiger Technologiewechsel immer Schmerzen verursacht, halte ich ihn dennoch für den richtigen Schritt. Das technologische Rad hat sich in den letzten 50 Jahren weiter gedreht. Über den Lightning Anschluss steht eine digitale Audioverbindung zur Verfügung, Wireless Audio ist über Bluetooth seit Jahren etabliert.

Ich verwende seit Jahren fast ausschließlich Bluetooth Kopfhörer. Wenngleich Bluetooth Audio nicht frei von Problemen ist, ist man erst mal die kabellose Verbindung zu seinen Kopfhörern gewöhnt, dann will man nicht mehr zurück.

Was man bei all der emotionalen Aufladung nicht vergessen darf, Apple lässt seine Konsumenten nicht im Regen stehen. Mit dem iPhone 7 (Plus) werden EarPods mit Lightning Connector, sowie ein Lightning auf 3,5‑mm-Kopfhöreranschluss Adapter mitgeliefert. Die Mehrheit der iPhone Besitzer verwendet die mitgelieferten Kopfhörer. Dem audiophilen Kunden erlaubt der Adapter, wenngleich weniger elegant als der direkte Anschluss, seine Kopfhörer mit 3,5 mm Anschluss auch am iPhone 7 zu benützen.

Die Marschrichtung von Apple ist aber festgelegt, die Zukunft ist Wireless, und diese Haltung unterstreichen sie mit den neu entwickelten AirPods, die ab Oktober verfügbar sein sollen.

Für mich waren die AirPods die heimlichen Stars der Apple Medienveranstaltung. Die AirPods sind grundsätzlich Bluetooth Kopfhörer, ein eigens von Apple entwickelte Chip namens W1 adressiert die Audio Verbindungsprobleme, die bei Bluetooth gelegentlich auftreten können. 15min ins mitgelieferte Ladecase gesteckt, und man kann 3 Stunden Musik hören. Den Pairingvorgang initiiert man durch öffnen des Ladecases. Ein Pop-Up Window am iOS Device, oder Mac, erscheint, das man einfach nur bestätigen muss. Die Paringinformation verteilt sich über iCloud, d.h. die Airports sind automatisch mit all den eigenen Apple Geräten verbunden. Startet man die Audiowiedergabe auf einem Apple Gerät und steckt dann die Airpods in die Ohren, wird das automatisch von Infrarotsensoren erkannt, und die Audioausgabe über die AirPods eingeleichtet.

Das Design der Ohrhörer entspricht im wesentlichen jenem der Standard EarPods mit 3,5 mm Klinkenstecker. Es bleibt zu hoffen, dass sie sich klanglich, und seitens Abschirmung von Lärm von außen, von jenen positiv abheben können. In jedem Fall haben die AirPods eine große Portion von Apple’s Elfenstaub abbekommen, sie verströmen die oft zitierte Apple Magie.

Die AirPods funktionieren auch mit Windows und Android, dann allerdings ohne zusätzlicher Magie.