Macbook Pro mit Retina Display

Am 11.Juni 2012 wurden auf Apple’s World Wide Developers Conference unter anderem neue Macbook Pros vorgestellt. Das bestehende Line Up wurde mit Speed Bumps, nicht weiter spektakulär, aufgefrischt.

Spektakulär war allerdings die letzte Ankündigung des Themenblocks. Ein weiteres Macbook Pro gesellt sich zur Produktlinie. Der sperrige Produktname Macbook Pro with Retina Display lies erahnen in welche Richtung die Reise gehen würde.
Ein 15″ Macbook Pro mit hochauflösendem Display von 2880×1800 Pixels, oder rund die vierfache Full HD Auflösung. Das muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen. Man hat vor sich ein Notebook stehen, dass viermal den 46″ Flat TV der eigenen vier Wände abbilden kann. Das mit einer Pixeldichte von 220dpi, was verdammt nahe an gute Druckqualität heranreicht.
Konsequent von Apple, dass, wie bereits beim Macbook Air, das optische Laufwerk weggelassen wurde, beim Massenspeicher nur mehr auf Flash Speicher gesetzt wird. Das, und ein paar gewiefte Industriedesignkniffe erlauben ein weitaus schlankeres Gerät, so dick wie das Macbook Air an der dicksten Stelle, aber mit wesentlich mehr Kraft unter der Haube, die von ersten Benchmarks bestätigt wird. Mit seinen 2,02kg ist das Gerät, für seine Größe, ein absolutes Leichtgewicht. Prozessorseitig kommt ein Intel Core i7 Prozessor zum Einsatz, die minimale Arbeitsspeicherausrüstung ist komfortable 8GB. Die technischen Spezifikation will ich nicht runter beten, sind bei Apple nachzulesen.

Wo viel Licht, da auch Schatten

Um das Gerät derart schlank zu bekommen, mussten Zugeständnisse an die Erweiterbarkeit und Wartbarkeit gemacht werden. Der Hauptspeicher ist am Logicboard verlötet. Es kommen keine standard SSDs zum Einsatz, sondern von den Abmessungen kleinerer proprietärer Flash Speicher. Es ist nicht vorgesehen, dass der Akku vom Anwender getauscht werden kann. Der Akku befindet sich nicht in einer zusätzlichen Hülle, ist statt dessen mit dem Gehäuse verklebt, das spart Platz. Ein Akkutausch bei Apple kostet 200 Euro.

Diese Zugeständnisse bedingen ein paar Entscheidungen vor der Anschaffung zu treffen. Wieviel Hauptspeicher und Massenspeicher wird man über die Laufzeit des Gerätes brauchen? Eine Entscheidung, die im Nachhinein nicht mehr korrigiert werden kann.
Preislich startet das Gerät bei 2279 Euro, im Vollausbau mit sämtlichen Build to Order Features kommt man auf 3849 Euro (ohne Apple Care). Nicht zuletzt, ob des geschmalzenen Preises, kein Notebook für Jedermann. Die Features des Gerätes sind Premium, der Preis allerdings auch.

Für wem lohnt sich das Macbook Pro mit Retina Display dann?

Definitiv für alle Anwender, die hauptsächlich mit grafischen Anwendungen hantieren, deren Focus auf der Foto- und Videobearbeitung liegt, und die über eine dicke Geldbörse verfügen.

Es ist das Gerät, auf das ich seit fast zwei Jahren warte, weshalb ich immer wieder die Erneuerung meines betagten Macbook Pros hinausgezögert habe. Für mich war die Frage, ob das Gerät Sinn macht daher schnell beantwortet, wenngleich ich über die Zielgruppendefinition dicke Brieftasche leider nicht verfüge.
Für die täglichen 08/15 Tätigkeiten verwende ich mittlerweile hauptsächlich das iPad. Den Rechner verwende ich primär für rechenintensive Tasks, nahezu zu 90% für die Fotobearbeitung mit Aperture, erweitert mit Plugins von Nik Sotware. Das Macbook Pro mit Retina Display stellt daher den perfekten mobilen Computer für mich dar.
The Verge hat dem Gerät ein umfangreiches Review gewidmet.

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