Besitz belastet, oder wie ich die Musik Streaming Services lieben lernte

iPhone6-3Up-AppleMusic-Features-PR-PRINTBesitz belastet. In diesen beiden Worten steckt viel Wahrheit.

Ich bin kein Sammler, war ich nie. Damals, als es noch keine digitalen Downloads gab kaufte ich meine Musik zuerst auf Vinyl, dann auf CD. Ich kaufte sie nicht um sie zu besitzen, sondern um sie hören zu können, wann immer ich wollte. Dabei hat mich immer gestört, dass ich mir mit hunderten Platten und CDs das halbe Wohnzimmer voll stellte. Egal welches Ordnungssystem man sich ausdachte, es hat immer gedauert, bis man das passende Album aus dem Regal fummelte.

Als die digitalen Downloads aufkamen, Apple in iTunes das harte DRM weg lies, war ich bereit für den gänzlichen Umstieg. Um die Musik möglichst komfortabel konsumieren zu können habe ich hunderte CDs mit iTunes gerippt. Neue Musik kaufte ich nur mehr mittels digitalem Download.

Die Regale im Wohnzimmer habe ich von den Platten und CDs befreit, die Festplatten füllten sich. Die auf den Rechnern, NAS, usw. herumliegenden Daten verstellen mir zwar nicht den Platz im Wohnzimmer, darum kümmern muss man sich aber dennoch.

Wenn man die Musikstücke nicht gerade in einem digitalen Laden gekauft hat, muss man oft die Metadaten bearbeiten. Man muss dafür Sorge tragen, dass die Musik auf einem zweiten Medium gesichert ist, am besten noch auf einem dritten außerhalb der vier Wände, man will ja sämtliche Eventualitäten bedenken und nicht den Gesamtverlust der eigenen Musiksammlung vermelden.

Man stelle den ganzen Aufwand den diversen Musik Streaming Services gegenüber. Im Fall von Apple Music ist die gesamte Familie mit bis zu sechs Personen um rund 15€ im Monat dabei. Man kann auf einen riesigen Musikkatalog zugreifen, muss sich um nichts kümmern, bekommt das rundum sorglos Paket. Ja, die Musik gehört mir nicht. Aber ist das wichtig, wenn ich auf einen Musikkatalog von über 30 Mio Songs jederzeit zugreifen kann, wann ich will, wo ich will?

Viele verwenden bereits Musik Streaming Services wie Spotify, Rdio, Deezer, oder das noch junge Apple Music, aber noch viel mehr tun es nicht. Wenngleich ich das Gefühl habe, dass sich die Musik Streaming Services schon länger tummeln, ist es noch ein sehr junges Business, das nicht im entferntesten den Markt durchdrungen hat. Für mich steckt in dem Geschäftsmodell die Zukunft, denn es stellt für Anbieter, wie Konsumenten, gleichermaßen einen Mehrwert dar. Die Anbieter steigern die durchschnittlichen Einnahmen pro Konsumenten, die Benutzer können zum Preis einer CD pro Monat auf eine schier unendliche Musiksammlung zugreifen.

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