Router Test: Synology RT1900AC vs. Apple Airport Extreme

Synology Live Verkehr

Eigentlich war der Test ganz anders geplant. Ich war auf eine Pressemitteilung gestossen. Synology, bisher primär dafür bekannt hervorragende NAS herzustellen, bringt einen Router auf den Markt. Ich dachte mir, “spannend”, muss ich mir ansehen. Nach den ersten Benchmarks habe ich mir gedacht, das könnte ein bisschen trocken werden, machen wir, zwecks Orientierung, einen Vergleichstest daraus. Nachdem AppleBits ein Blog ist, dass sich primär im Apple Universum bewegt, was ist naheliegender als den neuen Synology Router RT1900AC dem aktuellen Apple Router Airport Extreme, der bereits seit Juni 2013 am Markt ist, gegenüber zu stellen?

Setup

Apple Airport Extreme

Das initiale Setup der Airport Extreme erfordert eine App. Diese Strategie verfolgt Apple schon immer bei seinen Routern. Ich bin ein großer Freund von nativen Apps, empfinde diese herangehensweise primär als Vorteil, aber es hat natürlich auch einen Nachteil. Der Nachteil liegt auf der Hand, will man seinen Router konfigurieren setzt es ein Gerät voraus, auf welchen das Airport Dienstprogramm installiert werden kann.

Der ganze Setup Prozess ist auf Apples Ökosystem zugeschnitten. Eine Apple Airport Extreme kauft sich nur ein Nutzer von Apple Geräten, wenngleich es das Airport Dienstprogramm auch für Windows gibt. Begibt man sich in den walled garden dann bekommt man das rundum Wohlfühlpaket. Das Airport Dienstprogramm steht im vollen Funktionsumfang für OSX und iOS zur Verfügung. Es gibt keinerlei Einschränkungen in der iOS App. Die native App reagiert wesentlich schneller auf User Interaktion als eine Website, oder eine Webview, welche in eine App eingebaut wurde.

Der Benutzer wird auf einfache Weise durch den Setup Prozess geführt, der in wenigen Minuten erledigt ist.

Synology RT1900AC

Synology SRM ÜbersetzungsfehlerBeim Setup des RT1900AC bleibt Synology seiner Linie, bekannt vom Setup der Diskstation, treu. Vom Rechner wird das Gerät über den Browser konfiguriert, für iOS und Android gibt es Apps. Im Browser nennt Synology die Oberfläche Synology Router Manager (SRM). Es handelt sich um einen Desktop, der im Browser nachgebildet wird. Die Oberfläche ist übersichtlich gestaltet. Im Vergleich zu anderen Router Herstellern, die die Konfigurationsschnittstelle im Webbrowser lösen, hebt sich der Synology Ansatz positiv ab. Was mir nicht gefallen hat, dass sich im deutschsprachigen Webfrontend an verschiedenen Stellen Fremdsprachen eingeschlichen haben. Das sorgt für Verwirrung, und wirkt nicht gerade professionell. Update: Wurde mit dem Update SRM 1.0-5781 behoben.
Die iOS App scheint eine Webview zu sein, und bietet nicht die gleiche Übersichtlichkeit des Webfrontends, lässt aber die Konfiguration der wesentlichen Parameter zu.

Fazit Setup

Setzt man Synology’s Ansatz jenen von Apple gegenüber ist es letztendlich Geschmackssache welche Lösung man bevorzugt. Apple’s Konfigurationsschnittstelle ist technisch und optisch schöner gelöst, erfordert aber auch am Mac die Installation eines Programmes. Synology’s Ansatz bietet Betriebssystemunabhängigkeit, und man braucht am Desktop kein Programm zu installieren um Zugriff zur Konfigurationsöberfläche des Routers zu bekommen. Fremdsprachenfetzen im SRM von Synology halte ich für einen vermeidbaren Fehler und einen Mangel in der Qualitätskontrolle. Mit der iOS App gewinnt Synology keinen Schönheitspreis, sie ist im Wesentlichen zweckmäßig. Letztendlich führen die Lösungen beider Hersteller zum Ziel.

Features

Routing

Beide Router unterstützen IPv6. Am Synology Router können statische Routen konfiguriert werden.

Frequenzen, SSIDs, Gastnetzwerk

Beide Router haben unabhängige Radios für 2,4- und 5Ghz, d.h. die beiden Frequenzen können unabhängig voneinander, mit unterschiedlicher SSID, betrieben werden. Sie unterstützen den neuesten WLAN Standard 802.11ac.

Beide Router unterstützen die Funktion Gastnetzwerk. Beim Apple Router wird eine separate SSID für das Gastnetzwerk konfiguriert, die vom restlichen LAN/WLAN isoliert ist, und sowohl das 2,4Ghz, wie auch das 5Ghz Frequenzspektrum abdeckt.

Der Synology Router bietet hinsichtlich des Gastnetzwerkes mehr Flexibilität. Es können auch beim Gastnetzwerk unterschiedliche SSIDs für 2,4Ghz und 5Ghz vergeben werden. Für jedes Gastnetzwerk kann konfiguriert werden, ob es vom “Default LAN” isoliert betrieben werden soll, oder mit dem standard LAN kommunizieren darf. Des weiteren können beim Synology Router die Gastnetzwerke auch zeitlich begrenzt betrieben werden (1-,3-,8-Std, 1Tag, 1 Woche).

Port Forwarding

Beide Router lassen sich dahingehend konfigurieren, das sämtlicher Datenverkehr vom WAN zu einem definierten Host weitergeleitet wird. Diese Funktion nennt sich beim Airport Extreme Router in den NAT-Einstellungen Standard Host, Synology nennt die Funktion in den Interneteinstellungen DMZ. Diese Einstellung ist generell nicht zu empfehlen, es sei den es handelt sich beim dem Standard Host/DMZ Host um eine Firewall.

Beide Router unterstützen auch das Port-Forwarding von dezitierten TCP/UDP Ports zu frei definierbaren Endgeräten. Technisch sind beide Geräte dahingehend auf Augenhöhe. Die Konfiguration ist bei Apple etwas schöner gelöst. Während man bei Synology für jeden TCP-UDP-Port einen eigenen Port-Forwarding Eintrag konfigurieren muss, werden bei Apple Services konfiguriert, z.B. VPN Service (L2TP), und alle Port-Forwarding Einträge dieses Services werden unter einem Konfigurationseintrag zusammen gefasst.

File-Server, Time-Machine, zusätzliche Dienste

Ich muss vorausschicken, dass ich die File-Share Features nicht im Detail verifiziert habe, auch keine Performancetests durchgeführt habe. Beide Router enthalten auch einen Printserver, den ich nicht getestet habe.

Die Funktion der Airport Extreme beschränkt sich auf Basisfunktionalität. Es werden die Protokolle AFP und SMB für den Zugriff auf einen, mittels USB 2.0 angesteckten, Massenspeicher unterstützt. Das externe Laufwerk kann auch als Time-Machine Ziel genutzt werden. Unterschiedliche User können für den Zugriff konfiguriert werden, eine Gruppenverwaltung gibt es nicht.

Der RT1900AC hat hier eindeutig die Nase vorne. Man merkt, dass sich Synology hauptsächlich mit NAS beschäftigt. Als File-Sharing Medium kann eine SD-Karte in den Router eingesetzt, oder eine externe Festplatte, bzw. ein USB-Stick, an einem USB 3.0 Port abgesteckt werden. Per default wird der USB-Port auf USB 2.0 gedrosselt, damit es keine Indifferenzen mit dem WLAN gibt. Für de Zugriff werden die Protokolle AFP, SMB, FTP und Webdav unterstützt. Ein angestecktes Medium kann, wie bei der Airport Extreme, als Time Machine Ziel konfiguriert werden. Es gibt eine User Verwaltung, auf eine Gruppenverwaltung wurde verzichtet.

Synology PaketzentrumZusätzlich zur File-Server Funktionalität können über das Paketzentrum auch zusätzliche Dienste installiert werden. Das derzeitige Angebot umfasst:

  • Downloadserver
  • Medienserver
  • VPN Server
  • DNS Server
  • Radius Server

Das Angebot das Synology hier geschnürrt hat, ist ein attraktives. Die Netzwerkdienste VPN Server, DNS Server und Radius Server machen in jedem Fall Sinn. Für Nutzer mit geringen Anforderungen kann der RT1900AC eventuell sogar die Anschaffung eines NAS obsolet machen. Denkt man ernsthaft daran einen heimischen Medienserver zu betreiben, dann ist man aber mit Sicherheit bei Synology’s Diskstations besser aufgehoben.

Zugangskontrolle

Beide Geräte haben die Möglichkeit den Netzzugang eines Endgerätes (MAC-Adresse) zeitlich zu begrenzen. Das ist gleichzeitig auch alles, was die Apple Airport Extreme hinsichtlich individueller Benutzer Zugangsbeschränkung bietet. Das Feature heißt bei der Airport Extreme Zeitgesteuerter Zugriff, beim RT1900AC verbirgt sich dieses Feature unter dem Punkt Kindersicherung.

Synology setzt dem, mit einem vollwertigen Contentfilter, noch eines drauf. Man kann auf vorgefertigte Presets zurückgreifen, individuell Kategorien (Erwachsene, Drogen, Hacking, etc.) aktivieren/deaktvieren, bzw. individuelle URLs/Domains auf eine White-, bzw. Blacklist setzen.

Synology FW Kindersicherung BlockingBei meinen Tests hatte die Kindersicherung am RT1900AC mit der Firmware SRM 1.0–5766 einen Bug. Die zeitliche Beschränkung von Endgeräten funktionierte, die Webfilter, obwohl ich sie korrekt aktiviert hatte, allerdings nicht. Ein Software Update auf die SRM Version 1.0–5788 hat diesen Fehler behoben.

Synology bewirbt den Router für den Heimgebrauch und für Unternehmen. In dem Kontext finde ich die Feature Bezeichnung Kindersicherung unpassend. Unternehmen beschäftigen keine Kinder. Wieso also der Name Kindersicherung? Ein generischer Name wie Zugangsbeschränkung wäre passender.

Datenflusssteuerung, QoS

Auf der Airport Extreme wird hinter den Kulissen zum Beispiel Apple’s Airplay Streaming prior behandelt. Der Benutzer hat keinerlei Zugriff auf QoS Settings.

Synology RT1900AC bietet QoS, oder besser gesagt einen Policer auf Geräteebene. Es kann pro Endgerät die garantierte- und maximale Up- und Downloadbandbreite konfiguriert werden. Die Einstellungen lassen sie zusätzlich pro Endgerät auf verwendete Anwendungen herunterbrechen. Um ein Beispiel zu nennen, man kann einen Client auf 2Mb/s Download Bandbreite limitieren, zusätzich die Anwendung Apple iCloud auf 512kb/s beschränken. Die Anwendung erkennt der Router mit Hilfe von Deep Packet Inspection.

Synology QoS EP

Sicherheit

Synology FW RulesApple bietet keine Firewall Funktionalität, Synology im Gegensatz sogar eine Stateful Firewall. Bei der Erstellung der Firewall Regeln hat man die Möglichkeit auf eingebaute Anwendungen zurück zu greifen, oder die Settings komplett frei zu konfigurieren. Bei den IP-Adressen wählt man aus Regionen, oder versieht die Regeln mit individuellen IP-Adressen.

Monitoring

Nur Synology bietet eine Traffic Monitoring Funktion. Live wird der Datenverbrauch der Anwendungen/Protokolle dargestellt. Der Verbrauch lässt sich auf Endgeräte herunter brechen. Die gewonnen Erkenntnisse kann man dann u.a. in ein QoS Regelwerk einfließen lassen.

Fazit Features

Apple deckt ein Feature Portfolio ab, mit dem die meisten SOHO Anwender ihr Auslangen finden sollten. Seitens Features bietet Synology eindeutig mehr. Ob die Features einen Mehrwert generieren muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ich für meinen Teil finde es gut, dass man zwei unabhängige WLANs über 2,4GHz und 5Ghz bereit stellen kann. VPN-, DNS- und Radius-Server direkt am Router zu aktivieren, kann in kleinen Firmen einen Mehrwert darstellen. Der eine, oder andere, Privatanwender wird auch seine Freude daran haben.

Die Kindersicherung ist nützlich, entweder für die eigenen Kinder, oder jene, die man in seinem Unternehmen beschäftigt 🙂 Ein Contentfilter, der nicht funktioniert, darf allerdings nicht passieren.

Unter normalen Umständen findet, nicht zuletzt wegen asymetrischer Internetzugänge, wesentlich mehr Download Datenverlehr als Upload Datenverkehr statt. Am Ende der Internetanbindung die QoS Settings zu definieren ist zwar der einzige, der bei einem Standard Internetzugang zur Verfügung steht, aber nicht der ideale Ort, um QoS zu definieren. Mit TCP Mechanismen, wie zum Beispiel WRED können zwar Datenpakete gezielt verworfen werden, wodurch sich der Datenfluß zurück regelt, aber Download Queueing wäre wirksamer. Auf UDP-Datenverkehr hat man keinerlei Einfluss. QoS Settings, die ausschließlich auf Endgeräte herunter gebrochen werden, sind bei vielen Endgeräten, nicht effektiv administrierbar. Ob die QoS Settings einen großen Mehrwert darstellen stelle ich in Frage.

Die Firewall Features des RT1900AC sind gut implementiert und, speziell im Firmenumfeld, eine sinnvolle Sache.

Das Traffic Monitoring wird man im privaten Umfeld eher weniger brauchen, für die Kapazitätsplanung im Firmenumfeld mag es sinnvoll sein.

Probleme

Einen großen Patzer erlaubt sich der Synology Router bei Airplay. Weder mit der Firmware SRM 1.0–5766, noch mit der Version SRM 1.0–5788, funktioniert Airplay.

Ich habe mit mehreren Quell- und Zielgeräten getestet. Es wird zwar die Verbindung initiert, geht es ans Streaming bricht die Verbindung allerdings ab. Für viele Apple Kunden wohl ein Ausscheidungskriterum des Synology RT1900AC.

Update

Wenige Stunden nachdem ich den Artikel veröffentlichte, brachte Synology ein weiteres Firmware Upgrade für den RT1900AC raus, das zweite innerhalb weniger Tage. Man kann Synology vorwerfen, dass sie den Router mit einer fehlerhaften Software auf den Markt gebracht haben. Was man ihnen sicher nicht vorwerfen kann, das sie die Probleme nicht angehen würden. Das Update auf Version SRM 1.0-5781 korrigiert die Übersetzungsfehler im User Interface, noch viel wichtiger, Airplay funktioniert mit der neuen Firmware jetzt auch. Aus meiner Sicht sind alle Mängel somit ausgeräumt.

Benchmarks

Ich habe für beide Router folgende Durchsatzmessungen durchgeführt:

  • LAN verkabelter Mac zu LAN verkabeltem Mac
  • Mac mit WLAN 2,4Ghz zu LAN verkabeltem Mac
  • Mac mit WLAN 5Ghz zu LAN verkabeltem Mac
  • LAN verkabelter Mac zu Mac an der WAN Schnittstelle
  • Mac mit WLAN 2,4Ghz zu Mac an der WAN Schnittstelle
  • Mac mit WLAN 5Ghz zu Mac an der WAN Schnittstelle

Kommunizieren die Endgeräte ausschließlich im LAN, dann liegen die beiden Router relativ knapp beinander. Verkabelt liegen sie gleichauf, im 2,4Ghz Bereich hat Synology leichte Vorteile, im 5Ghz Bereich liegt die Airport Extreme mit rund 10% mehr Durchsatz vorne.

Durchsatz TabelleKommuniziert man über die WAN Schnittstelle dann performt Apple’s Router wesentlich besser. Während die Airport Extreme den gleichen Durchsatz, wie im LAN bietet, ist beim Synology Router zwischen 210–220Mb/s der maximale Durchsatz zwischen LAN und WAN erreicht. Unter normalen Umständen sollte das Synology Produkt genügend Performance mitbringen um den WAN Datenverkehr zu bewältigen. Ein Internetnaschluss mit mehr als 200Mb/s Bandbreite haben derzeit wohl nur wenige Endkunden. Bei vielen parallelen Streams mag die Performance noch nach unten gehen.

Durchsatz DiagrammIch habe die meisten Tests mehrfach durchgeführt. Bei sämtlichen Benchmarks brachte die Airport Extreme vergleichbare Ergebnisse. Beim Test des Synology RT1900AC hatte ich zweimal das Phänomen, dass der Durchsatz einbrach und sich ein normales Verhalten erst nach Reboot des Routers einstellte. Ich habe die Router zweifellos mit überdurchschnittlichem Datenaufkommen konfrontiert, die Ergebnisse sollten dennoch reproduzierbar sein.

Conclusio

Der Airport Extreme Router ist ein typisches Apple Produkt. Der Router sieht schick aus, ist mit minimalen Aufwand in Betrieb genommen. Mit dem Airport-Dienstprogramm fokusiert man sich auf Apple’s Endgeräte, für diese ist die Lösung perfekt umgesetzt. Seitens Features mutet man seinen Kunden nicht zu viel zu – weniger ist mehr. Der Router soll in den Hintergrund treten, unauffällig und performant seine Arbeit verrichten. Sieht man darin seine Anforderungen erfüllt, dann bekommt man ein sehr ausgereiftes und perfekt funktionierendes Produkt.

Der Synology RT1900AC ist nicht besonders ansehnlich, ein Schicksaal, das er mit dem meisten Routern teilt. Das Aussehen ist nicht das wichtigste Kriterium für einen Router. Wenn man sich das Teil potentiell sichtbar in die heimischen vier Wände stellt, dann darf es aber ruhig netter aussehen. Mit dem SRM (Synology Router Manager) ist Synology ein gutes Administrationstool gelungen. Im Vergleich zu anderen Router Admin Tools macht der SRM eine sehr gute Figur, Im Vergleich zum Airport Dienstprogramm mangelt es am letzten Feinschliff. Das ist aber jammern auf hohem Niveau.

Synology versucht mit Features zu punkten. Das ist zu einem großen Teil gelungen. Viele der Features sind nützlich, einige finde ich verspielt. Die Featurevielfalt ist sicherlich der positivste Aspekt des RT1900AC, und eindeutig ein Mehrwert zu Apple’s Airport Extreme. Beim Durchsatz gibt sich der Synology Router im direkten Vergleich mit der Airport Extreme Blösen, die Grenzwerte werden aber für die meisten Benutzer keine Rolle spielen. Auch seitens Durchsatz mag das Synology Produkt zu überzeugen.

Was allerdings eine Rolle spielt ist die mangelnde Qualitätssicherung. Übersetzungsfehler im User Interface des SRM sind nicht schön. Ein Contentfilter, der konfiguriert werden kann, zumindest in der alten SW Version nicht funktioniert, darf nicht passieren. Airplay, das der Synology Router komplett ausknippst, bedeutet für viele Apple User das Aus für den Router. Wenn sich einige Fehler an der Oberfläche zeigen, stelle ich mir die Frage, wie sieht es unter der Haube, hinsichtlich Sicherheitslücken, aus?

Der RT1900AC ist Synology’s erster Ausflug ins Router Geschäft. Die Ansätze sind gut. Aufgrund dessen, dass mit dem Router Apple’s Airplay Protokoll nicht funktioniert, kann ich den Router derzeit nicht empfehlen. Es bleibt zu hoffen, dass Synology bald nachbessert, dann wird der RT1900AC auch unter Apple Nutzern Freunde finden.

Update

Siehe Kapitel Probleme. Die kritisierten Softwarefehler des RT1900AC wurden mit der SW Version SRM 1.0-5781, welche heute, am 02.12.2015, von Synology veröffentlicht wurde, behoben. Das finde ich äußerst positiv, da ich nur sehr ungern von dem Produkt grundsätzlich abgeraten hätte. Der Synology RT1900AC ist ein Produkt mit interessanten Ansätzen.

Im direkten Vergleich mit Apple’s Airport Extreme liegt es primär an der Gewichtung der Bewertungskriterien, welcher Router für einen persönlich besser geeignet ist. Will man kompromisslose Stabilität und Zuverlässigkeit, bei minimalen administrativen Aufwand, dann ist man mit der Airport Extreme sehr gut versorgt. Will man ein maximum an Features zu einem fairen Preis, ist dafür bereit etwas mehr administrativen Aufwand in Kauf zu nehmen, und sieht über die eine, oder andere Software Unschärfe hinweg, dann kann der Synology RT1900AC der richtige Router sein.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,

    schöner Beitrag.
    Habe hier gerade beide Modelle stehen und habe das Problem das Daten über WLAN von der Airport Extrem 5mal schneller übertragen werden wie vom RT1900ac im 5GzH Netz bei gleichen Einstellungen.
    Also angeschlossen wir jeweils eine Diskstation per LAN an den jeweiligen Router, hast Du auch Tests gemacht?

    • Also erstmal Danke für das Lob. Freut mich, dass du mit dem Artikel etwas anfangen konntest.
      Dezidiert mit einer Diskstation habe ich nicht getestet, aber grundsätzlich sollte es egal sein welches Endgerät am LAN Port hängt. Das Problem bei dir scheint der WLAN Durchsatz zu sein. Mit welchem Gerät testest du im WLAN? Ist sichergestellt, dass in beiden Testszenarien 5Ghz verwendet wird, du nicht beide Radios 2,4Ghz/5Ghz mit gleicher SSID laufen hast, und das Engerät eventuell auf 2,4Ghz sendet? Testest du mit der gleichen Softwareversion wie ich? Eventuell hat sich bei Synology wieder ein Bug eingeschlichen.
      Bei meinen Tests hatte der Synology Router im 5Ghz WLAN fast den gleichen Durchsatz wie die Airport Extreme.

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