Apple’s Quartalszahlen – iPad Talfahrt geht weiter

Diagramm von sixcolors.com

Einmal mehr hat Jason Snell Apple’s Quartalszahlen perfekt zusammengefasst und mit Graphen visualisiert. Apple hat zum Abschluss des Geschäftsjahres ein versöhnliches Rekordquartal hingelegt.

Alle großen Geschäftsbereiche haben sich erfolgreich entwickelt, mit einer Ausnahme, dem iPad. Im Jahr 2013 hatte das iPad, seitens Verkaufszahlen, Umsatz und Gewinn, den Zenit erreicht. Seit vier Jahren nehmen die iPad Verkaufszahlen kontinuierlich ab. Viel fehlt nicht mehr, und die Stückzahl und der Gewinn halbieren sich, gemessen am Zenit 2013.

Diagramm von sixcolors.com

Tim Cook wird zwar nicht müde gebetsmühlenartig zu wiederholen, was Apple alles für das iPad in petto hat, aber langsam sei die Frage erlaubt, ob Apple nicht falsche Wege eingeschlagen hat.

Die Zukunft des Computings, als das Apple das iPad gerne bezeichnet, wird nicht im ausreichenden Maße angenommen. Apple betont gerne, dass die Hauptursache dafür sei, dass die Updatezyklen der iPads länger als beim iPhone seien, vergleichbar der Updatezyklen des Macs. Das mag stimmen, aber was ist der Grund dafür?

Wenn sich die Leute kein neues iPad anschaffen, dann liegt das, meiner Meinung nach, daran, dass es an innovativen Entwicklungen mangelt. Für viele, wie auch mich, kann das iPad einen Mac, oder PC, nicht ersetzen, wird primär zu Medienkonsumationszwecken benützt. Ein vier Jahre altes iPad spielt genau so gut Netflix Videos ab, wie ein aktuelles iPad Pro. Wieso also ein neues anschaffen? Wenn man nicht gerade ein kreativ Schaffender ist, für den der Apple Pencil interessant ist, gibt es relativ wenig Gründe dafür.

Die letzte innovativen iPad Features betrafen Multitasking. Slide Over und Split View brachten das iPad seitens Produktivität vorwärts. Das ist ein Jahr her, die Features kamen mit iOS 9.3, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Apple muss im Frühjahr ein softwareseitiges Feuerwerk für das iPad abfeuern, denn langsam verlieren die iPad Nutzer das Vertrauen in die Plattform.

Marco Arment meint:

The quarterly results are in and Apple’s doing fine overall, but the iPad really isn’t, with another year-over-year decrease in sales.

 

Apple and commentators can keep saying the iPad is “the future of computing,” and it might still be. But we’re starting its seventh year in a few months, and sales peaked three years ago.

 

What if the iPad isn’t the future of computing?

 

What if, like so much in technology, it’s mostly just additive, rather than largely replacing PCs and Macs, and furthermore had a cooling-fad effect as initial enthusiasm wore off and customers came to this conclusion?

John Gruber dazu auf Daring Fireball:

This is my loose theory on iPad sales:

The peak years (2013 and 2014) were inflated because it was an untapped market. Steve Jobs was right, there was room for a new device in between a phone and a laptop, and the iPad was and remains an excellent product in that space. But people don’t need to keep buying new iPads. I think the replacement cycle is clearly much more like that of laptops than that of phones. This was not obvious to me at the time, but it seems obvious now.

 

In short, in 2013 and 2014, there were a lot of people who wanted an iPad who didn’t own anything like an iPad. There aren’t as many people in the market for iPads today. For one thing, many of them already own an iPad that continues to satisfy their needs for the role it plays in their life.

 

The other factor is that the conceptual space between phones and laptops has shrunk. iPhones have gotten a lot bigger, and MacBooks have gotten thinner and lighter. With bigger iPhones and super-thin MacBooks, the iPad stands out less. That trend isn’t going to reverse.

 

And let’s put iPad sales in context: they’re shrinking, they’re less than one-fifth those of the iPhone, but they’re still 2.5 times the unit sales of the Mac.

Die Frage ist, hat Apple einen Plan B, wenn das iPad nicht zündet? Doch wieder den Fokus auf den Mac legen, der in der letzten Zeit etwas stiefmütterlich behandelt wurde? Ein großes iPhone, als das Apple das iPad softwareseitig behandelt, kann nicht die Antwort auf die Anforderungen der Zukunft an einen Computer sein.

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