Das iPad – Ein großes iPhone

Das iPhone ist der Hauptcomputer für viele Nutzer, das iPad ist ein großes iPhone, größer ist gleich besser, so die verkürzte Argumentation von Matt Gemmell.

Ich gebe ihm Recht, für Viele ist das iPhone mittlerweile der Hauptcomputer. Das stimmt auch für mich. Das iPhone ist nicht mein liebster Computer, aber der Computer, den ich am meisten verwende. Die von Vielen, auch in der Presse, getätigte Aussage: „Das iPad ist ja nur ein großes iPhone.“, ins positive umzukehren, haut für mich so gar nicht hin. Den größer ist nicht gleich besser.

Das iPhone ist so großartig, weil es so viel zu leisten vermag, obwohl es so klein ist. Vom iPad erwartet man sich, dass es, aufgrund ähnlicher Größe wie ein Notebook, auch ähnliches zu leisten vermag. Das ist das iPad in vielen Bereichen bisher schuldig geblieben.

Ich mag das iPad, es ergänzt den Mac prima. Ich kann nur die ewig gleichen Floskeln von den all in on iPad Fanboys nicht mehr hören/lesen, dass das iPad modern ist, und es nur eine Frage der Zeit sei, bis dieses die Aufgaben der unmodernen Macs gänzlich übernehmen wird. Laut Matt Gemmel fehlt es nur an ein paar Schrauben. Das gilt maximal aus seiner beschränkten Sicht auf die Dinge.

Das iPad ist jetzt seit acht Jahren am Markt. In der IT ist das eine halbe Ewigkeit. Wie lange dauert es denn noch bis dieser Versprechen eingelöst wird? Ich beantworte das mal:“Das wird nicht passieren!“

Was passieren wird, es wird eine gemeinsame Enwicklungsumgebung für iOS und macOS geben, damit es für Entwickler einfacher wird, für iPhone/iPad und Mac parallel Software zu entwickeln. Eine App wird unter iOS und macOS den gleichen Unterbau haben, auf User Interface Ebene wird jede Plattform seine Stärken ausspielen. Seitens Mac ist das die indirekte Bedienung mit Touchpad und Maus, sowie der direkte Zugriff auf das File-System, um nur einige Vorteile zu nennen.

Es wird der Tag kommen, an dem der Mac durch ein neues Gerät ersetzt werden kann, aber es wird nicht das iPad in seiner derzeitigen Form sein, sondern eine neue Gerätekategorie. Ich denke an ein Apple Surface. Eine gemeinsame Hardware Plattform mit ARM CPU, die das User Interface, je nach Anwendungsfall, zwischen direkter und indirekter Bedienung switchen wird – ein Tablet, und ein professional Modus, wenn man so will.

Das klingt für mich spannend, und nicht die Portierung von Pro Apps auf das softwareseitig limitierte iPad.

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