Airpods Pro – Wie steht es mit der Nachhaltigkeit?

Airpods Pro

Nachdem Apple im März die zweite Generation der Airpods veröffentlicht hat, haben sie dieses Monat mit den Airpods Pro nachgelegt.
Die Produktbeschreibung lässt sich Apple‘s Homepage entnehmen. Es herrscht weitgehend Einigkeit, dass es sich bei den Airpods Pro um ein technisch großartiges Produkt handelt.

Als einer der gelungensten Vergleichstest empfinde ich jenen von Mike Wat, denn er stellt die Airpods Pro auch anderen In-Ear Kopfhörern gegenüber.

Mich persönlich stört eigentlich nicht der Preis von 279€ des Produktes. Was mich allerdings überrascht, dass das Thema Investitionssicherheit nicht mehr diskutiert wird. Es ist damit zu rechnen, dass der Akku der Airpods Pro nicht langlebiger ist, als jener der Airpods. Wenn man diese intensiv verwendet, dann ist der Akku nach längstens zwei Jahren am Ende. Der Akku meiner Airpods der 1.Generation hält nicht mal mehr eine Stunde durch. Damit bin ich kein Einzelfall, andere Benutzer haben die gleiche Erfahrung gemacht.

Ich bin durchaus bereit mir Kopfhörer um rund 300€ kaufen, aber nicht wenn sie nach zwei Jahren ein Fall für den Müll sind. Das macht sie zu einem extrem teuren Produkt. Die Airpods Pro kosten 279€, bei einer Lebensdauer von 24 Monaten macht das rund 12€ pro Monat. Man kann bei Apple einen Batterietausch durchführen lassen. Dieser ist erfreulicherweise bei den Airpods Pro nicht teurer als bei den Airpods. Pro Hörer kostet der Batterietausch 55€, für den Batterietausch des Ladecases nimmt Apple noch mal 55€. Ich gehe mal davon aus, dass der Akku nicht tatsächlich getauscht wird, man statt dessen Ersatz zum Gesamtpreis von 165€ bekommt. Ein Detail am Rande, bei den normalen Airpods sind die Preise für den Batterietausch absurd, denn mittlerweile gibt es Angebote bei Alternativhändlern für die Airpods der 2.Generation, der bei unter 140€ liegt, d.h. man bekommt neue Airpods am freien Markt günstiger, als den „Batterietausch“ bei Apple.

Bei den diversen Medienveranstaltungen betont Apple immer gerne wie nachhaltig ihre Produkte sind. Ich würde mal behaupten, dass die Airpods und Airpods Pro keine nachhaltigen Produkte sind.
Im Endeffekt müsste die EU eigentlich dafür sorgen, dass einerseits die Hersteller nicht derart unnachhaltige Produkte auf den Markt bringen dürfen, und andererseits die Hersteller den Konsumenten einen Batterieaustausch zu einem angemessenen Preis anbieten müssen. Bei Airpods Pro darf das nach meinem Empfinden 40–50€ kosten, und nicht 165€.

Update:

In der Talkshow 268, mit dem Titel „With Ham I’d Be Better“, diskutiert John Gruber mit dem Gast Dave Mark unter anderen über Airpod repairability, hörbar ab Spiellänge 1:59:20.

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