Apple Geschäftszahlen Q3 2017 – Das iPad

Diese Woche hatte Apple die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2017 veröffentlicht. Die Verkaufszahlen sind sehr gut, unter dem Strich stieg der Gewinn um 7%.

In den vergangenen Jahren war das iPad das größte Sorgenkind, über dreizehn Quartale ging der iPad Verkauf kontinuierlich zurück….bis zu diesem Quartal. Dieses Quartal verkaufte Apple um 15% mehr iPads als im Vergleich zu Q3 2016.

Ist das die Trendumkehr? Man wird sehen. Interessant ist es sich die Zahlen genauer anzusehen. Denn obwohl es Apple gelang die Stückzahl um 15% nach oben zu schrauben, stieg der Gewinn, der mit dem iPad Verkauf erwirtschaftet wurde, nur marginal, und der durchschnittliche Gerätepreis fiel merkbar. Das zeigt, dass die relativ guten iPad Geschäftszahlen vom preislich attraktiven iPad der 5.Generation, und nicht von den neuen iPad Pro erreicht wurden. An dieser Stelle sei die gute Analyse und Datenaufbereitung von Jason Snell auf sixcolors empfohlen.

Die Konsumenten mögen das iPad nach wie vor. Die Vision vom iPad als Rechner Ersatz schlucken die potentiellen Käufer (noch) nicht, denn sonst würden die iPad Pro Verkaufszahlen besser aussehen. Das iPad ergänzt für die meisten Leute den Mac, oder PC, und ersetzt ihn nicht. Im Herbst mag iOS 11 eine Trendwette einleiten. Die neue iOS Version wird das iPad noch nützlicher machen, wieviele Nutzer sie zu den Pro Geräten rüber ziehen wird, wird die Zukunft zeigen. Wenn Apple das iPad als Rechnerersatz etablieren will, müssen sie dran bleiben, die Richtung stimmt mal.

iPod – Das Ende einer Ära

Nachdem im September 2014 bereits der iPod Classic aus dem Programm genommen wurde, hat Apple letzte Woche Donnerstag den Stecker für die verbliebenen klassischen iPods gezogen. Business Insider wurde mittels Email verständigt:

“Today, we are simplifying our iPod lineup with two models of iPod Touch, now with double the capacity, starting at just $199, and we are discontinuing the iPod Shuffle and iPod Nano,” an Apple representative told Business Insider in an email.

Rund zehn Jahre nach Erscheinem des iPhones ist das Ende der iPods gekommen. Der iPod Touch teilt zwar die Produktfamilie mit den aufgelassenen Geräten, aber im Endeffekt ist er ein iPhone ohne Cellular Chip, hat mit den klassischen iPods wenig gemein.

Ein Schritt, der sich bereits angekündigt hatte. In Zeiten, in welchen sich die Musikkonsumation Richtung Streaming entwickelt, man Musik mit Bluetooth Kopfhörern geniest, wirkt der iPod wie ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Seine Musik über iTunes auf den Music Player zu übertragen mögen heute wohl nur wenige als elegant bezeichnen. Nostalgiker mochten ein Update herbei gewünscht haben, doch nüchtern betrachtet machte das einfach keinen Sinn mehr.

Die logische Nachfolge des iPods, mal abgesehen vom iPhone, ist die Apple Watch. Musik lässt sich drahtlos vom iPhone synchronisieren, Bluetooth Kopfhörer werden auch unterstützt. In einer der kommenden Apple Watch Generationen bekommt sie mit Sicherheit einen Mobilfunkchip spendiert, und die Akku Effizienz kann mit den Jahren auch weiter gesteigert werden. Eine Zukunft, in welcher wir Audio Streaming über die Apple Watch konsumieren werden, ist absehbar.

Schaffen und konsumieren

Benedict Evans hat einen interessanten Artikel darüber geschrieben, wie es sich mit dem Schaffungsprozess von Inhalten am PC, oder Mac, im Vergleich zu Smartphones und Tablets verhält. 

Poweruser sind am Smartphone, aber auch Tablet, limitiert, weil sie in ihrem Schaffungsbereich das Potential des PCs, oder Macs, ausschöpfen, Features nutzen, die Smartphones und Tablets schlichtweg nicht bieten. Der Punkt ist allerding, dass ein Großteil der Nutzer, geschätzte 90%, keine Poweruser sind, eine sehr eingeschränkte Ahnung von Rechnern haben, am Smartphone letztendlich mehr Features nützen, als am PC, da die Gerätegattung durch die User Interface Abstraktion viel zugänglicher ist.

Das folgende Zitat, dieses überaus interessanten Artikels, trifft sicher zu:

It seems to me that when people talk about what you ‘can’t’ do on a device, there are actually two different meanings of ‘can’t’ in computing. There is ‘can’t’ as meaning the feature doesn’t exist, and there is ‘can’t’ as meaning you don’t know how to do it. If you don’t know how to do it, the feature might as well not be there. So, there is what an expert can’t do on a smartphone or tablet that they could do on a PC. But then there are all of the things that a normal person (the other 90% or 95%) can’t do on a PC but can do on a smartphone, because the step change in user interface abstraction and simplicity means that they know how to do it on a phone and didn’t know how to do it on a PC. That is, the step change in user interface models that comes with the shift from Windows and Mac to iOS and Android is really a shift in the accessibility of capability. A small proportion of people might temporarily go from can to can’t, but vastly more go from can’t to can. 

Viele Software- und Plattformhersteller haben die Parole ausgegeben, „Mobile First“, den dort bewegen sich die User hin. Das gilt sicherlich für das Smartphone. Beim Tablet bin ich mir da nicht so sicher. Die angesprochene Nutzergruppe ist mit dem Smartphone bedient, sie ziehen nicht viel mehr Nutzen aus dem Tablet, den ihr eingeschränktes Anforderungsprofil lässt sich auch am Smartphone erledigen. Die Tablet Verkaufszahlen der letzten Jahre unterstreichen diese Annahme. 

Wir Computernutzer werden wieder eine elitäre Gruppe, wie in den 80er Jahren – Yeahh!

Internet Neutralität in den USA

Die Internet Neutralität wird in den USA wieder mal attackiert. Der Artikel und das Video von Nilay Patel von The Verge beschreibt sehr gut wieso das Thema so wichtig ist. 

Internet Neutralität ist ein Gut, dass geschützt werden muss, wenngleich große Provider und Konzerne immer wieder versuchen werden das Internet unter ihre Kontrolle zu bekommen.

Detail am Rande, wie für die USA gilt auch für Österreich, dass  der Großteil der Bevölkerung nur ein bis zwei Festnetz Internet Provider zur Wahl hat. Seitens durchschnittlicher Internet Bandbreite ist Österreich ebenfalls schlecht entwickelt, maximal Mittelmaß. 

Anker PowerPort+ Multiport Ladegerät mit USB-C Port

Wenn man mehrere Geräte gleichzeitig an einem Ort aufladen will, empfiehlt sich ein Ladegerät mit mehreren USB Schnittstellen. Eine Verteilerdose, wenngleich es auch relativ elegante Lösungen wie die PowerCubes gibt, nehmen viel Platz ein, und sehen, bei mehreren angesteckten Netzteilen, auch nicht wirklich schön aus.

Eine besonders elegante Lösung ist der Anker PowerPort+ Desktop Charger, denn dieses schicke Multiport Ladegerät hat nicht nur vier USB-A Ports, sondern auch einen USB-C Port. Über den USB-C Port kann ein Macbook mit voller Geschwindigkeit geladen werden. Das Anker Ladegerät liefert eine vergleichbare Leistung über den USB-C Port, wie das Original Apple Macbook Netztteil (29W). Auch das Macbook Pro kann damit geladen werden, dann allerdings mit reduzierter Geschwindigkeit. Um die Relation aufzuzeigen, das Macbook Pro 13“ mit Touchbar wird mit Originalnetzteil mit 60W (20Vx3A) geladen, das Anker PowerPort+ liefert dem Macbook Pro 13″ mit Touchbar 45 Watt (15Vx3A). Das Macbook Pro 15” mit Touchbar wird mit 87 Watt Netzteil ausgeliefert. In Verbindung mit dem Macbook Pro 13″ ist das Anker PowerPort+ also durchaus eine praktikable Lösung, in manchen Situation eventuell auch für Macbook Pro 15″ Besitzer interessant, z.B. Im Urlaub, wenn man Gepäck reduzieren möchte.

Die Spezifikationen des Herstellers:

PowerPort+ 5 USB-C mit Power Delivery
Das hochwertige 5-Port USB-Ladegerät

Von ANKER, Amerikas führender USB Lademarke

– Schnelleres und sichereres Laden mit unserer führenden Technologie

– 20 Millionen+ glückliche Anker Kunden

USB-C mit Power Delivery

Lädt das neue MacBook bei vollen 29W – das ist beinahe zweimal so schnell als eine Standardladung mit USB-C.

PowerIQ Technologie

An vier Ports liefern Ankers exklusive PowerIQ- und VoltageBoost-Technologie in Kombination die schnellstmögliche Ladung für jedes Smartphone oder Tablet, bis zu 2.4A pro Port.* Das bedeutet, dass sogar wenn Ihr Handy keinen USB-C-Anschluss besitzt Sie mit voller Ladung laden können.

Fünf Ports

1 USB-C-Port mit Power Delivery und 4 Standard-USB-Ports mit PowerIQ ermöglichen das schnelles Laden von mehreren Geräten gleichzeitig.

Multi-Schutz-Sicherheitssystem

Überspannungsschutz, Temperaturregelung und weitere fortgeschrittene Sicherheitsspezifikationen garantieren höchste Sicherheit für Sie und Ihre Geräte.

Hochwertiges Aluminium

Die Ports sind in eine hochwertige Aluminium-Platte eingebettet – der PowerPort+ bekommt so einen besonders edlen Touch.

*Qualcomm Quick Charge 2.0 wird nicht unterstützt. Für Ladungen mit QC 2.0 werfen Sie bitte einen Blick auf Ankers PowerPort+ 6 mit Quick Charge 2.0.

Hinweis:

– Das MacBook 2015/2016 kann nur via einer direkten USB-C auf USB-C Verbindung bei voller Geschwindigkeit geladen werden. Die Verwendung eines MacBook Multiport-Adapters verlangsamt die Ladegeschwindigkeit.

– Um beste Leistung sicherzustellen empfehlen wir Ihnen Ihr iPhone und iPad (inklusive iPad Pro) über die PowerIQ-Ports zu laden.

– Der USB-C Port unterstützt keine USB-C auf Lightning Kabel.

Laut der technischen Beschreibung auf der Homepage von Anker wird das laden des iPad Pro nicht am USB-C Port unterstützt. Das ist nicht korrekt! Laut Messungen ladet das iPad Pro 10,5″ 2017 am USB-C Port des Anker PowerPort+ mit 30W (15V, 2A). Das ist mit dem Original Macbook Netzteil (29W) vergleichbar, über dieses wird das iPad Pro 10,5″ mit 29W (14,5V, 2A) geladen. Interessantes Detail am Rande, das 61W Apple Netzteil empfiehlt sich nicht zum laden des iPad Pro 10,5″, dieses liefert nur 18W (9V, 2A), hier dürfte der geeignete USB-C PD (Power Delivery) Modus nicht unterstützt sein.

Ist das iPad im abgeschaltetem Zustand an das Anker PowerPort+ angeschlossen, ladet es praktisch nicht, geliefert werden 5V bei 0,1A. Das Verhalten ist gleich zum Apple USB-C Netzteil mit 29W, oder einem USB-A Ladegerät.

Wenn das iPad Pro 10,5″ am USB-C Port über 80% geladen ist, wechselt es vom PD in den USB Modus und ladet nur mehr 12W (5V, 2A), gleich wie beim Original iPad Netzteil.

Ich habe den technischen Support von Anker wegen des Passus in der Produktbeschreibung kontaktiert, und es wurde mir bestätigt, dass das iPad Pro bedenkenlos am USB-C Port geladen werden kann. Anker hat den Passus aus Sicherheitsgründen in die Produktbeschreibung genommen, da manche Kunden anscheinend bei abgedrehtem iPad mit den, vom Anker Techniker, angegebenen Ladewerten von 5V/0,4A Probleme hatten. Mit meinem iPad Pro 10,5″ kann ich kein Problem feststellen.

Danke an Wolfi für die Unterstützung bei den Messwerten!

iPad Pro 10,5″ Smart Case – ESR Yippee

Ich finde Apple’s Smart Cover sehr praktisch, ich habe es allerdings gerne, wenn mein iPad rundum geschützt ist. Bei meinem iPad Air 2 hatte ich Apple’s Smart Case in Leder, das zwar qualitativ hochwertig, aber auch kostspielig war. Nichts desto trotz hätte ich mich für mein neu erworbenes iPad Pro 10,5″ zu einem erneuten Kauf hinreisen lassen. Ich mag hochwertige Materialien, das Smart Case von Apple war super verarbeitet, und Leder greift sich für mich einfach sehr gut an. Die Wahl lässt mir Apple allerdings nicht, für das neue iPad Pro ist das Smart Case nicht mehr erhältlich.

So war ich dazu gezwungen mich nach Alternativen umzusehen, und bin über die ESR Yippee Hülle gestolpert. Diese bietet die gleichen funktionalen Vorzüge wie das Smart Case. Die Rückseite ist geschützt, auf der Vorderseite kommt ein Smart Cover zum Einsatz, das, mit einem eingebauten Magneten, das iPad in den Ruhezustand schickt, bzw. aufwachen lässt. Im Vergleich zum Smart Case muss man, seitens Material, allerdings gehörige Abstriche in Kauf nehmen.

Die Rückseite ist eine transparente Kunststoffschale, die Transparenz gefällt mir sehr gut, da das iPad nicht versteckt wird. Die Kunststoffschale ist leicht aufgeraut, greift sich daher griffig an. Sämtliche Tasten, Gehäuseöffnungen und die Kameraausnehmung sind millimetergenau ausgeführt.

An der Vorderseite kommt ein dreiteiliges Smart Cover in Kunstleder zum Einsatz. Funktionell entspricht es Apple’s Ausführung, ist auf der Innenseite, zum Schutz des Displays, beflockt. Auch die Passform des Covers ist sehr gut. Wie für die Rückseite gilt, die qualitative Ausführung ist nicht so gut, wie das Apple Original aus Leder, aber funktional tadellos.

Klar hätte ich lieber wieder ein Apple Smart Case aus Leder, aber zumindest als Interimslösung ist das ESR Yippee Case eine gute Lösung. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist großartig. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich um 12,99€ ein derart gut verarbeitetes Produkt bekomme. Das Smart Case für das iPad Air 2 hat mit 89€ fast siebenmal so viel gekostet. Wird das ESR Yippee Case auch nach zwei Jahren noch wie neu aussehen, wie mein Apple Smart Case für das iPad Air 2 es tut? Vermutlich nicht, aber um diesen Preis muss es das auch nicht.

Wer ein gut verarbeitetes Smart Case für das iPad Pro 10,5″, zum günstigen Preis, sucht, ist mit dem ESR Yippee Case gut bedient. Das Case gibt es bei Amazon.

iPhone Strategie 2017 – AppleBits liest im Kaffeesud

John Gruber hat einen interessanten Artikel darüber geschrieben, wie sich Apple, seiner Meinung nach, für den iPhone Launch diesen Herbst ausrichten könnte. Er stellt auch Vermutungen darüber an, wie sich das prognostizierte Pro Modell einordnen könnte. 

Ich habe keinerlei Informationen darüber, welche Strategien Apple anlegen könnte, aber eine Vermutung, was den Namen des neuen Pro iPhones betrifft.

Zum zehnjärigen Jubiläum, des wohl erfolgreichsten Smartphones, möchte Apple, wenn man der Gerüchteküche glauben schenken möchte, etwas beeindruckendes auf den Markt bringen. Mit den gewohnten evolutionären Änderungen, so gut sie auch sein mögen, wird es nicht gelingen für offene Münder bei Presse und Konsumenten zu sorgen. Deshalb halte ich es für wahrscheinlich, dass es S-Modelle mit den gewohnt evolutionären Verbesserungen geben wird, zusätzlich ein Pro Modell, das sich am Rande des technisch möglichen bewegt. Eine derartige technische Gradwanderung bedingt, dass das Pro Gerät nicht in den gewohnt hohen Stückzahlen erzeugt werden kann. Um die Konsumenten von dem Gerät abzuhalten, muss Exklusivität erzeugt werden.

Wie erzeugt man Exklusivität? Es muss sich um ein Produkt handeln, das Begehren erzeugt. Exklusiv leitet sich vom lateinischen Wort excludere ab, was ausschließen bedeutet. Man muss also eine gewisse Käuferschicht ausschließen, um Exklusivität zu erzeugen. Das kann man einerseits durch Limitierung erzeugen, was bei Apple’s Pro Smartphone, mit hoher Wahrscheinlichkeit, der Fall sein wird, da die verwendeten Cutting Edge Technologien nicht in entsprechender Stückzahl erzeugt werden können. Ich gehe davon aus, dass sie beim Pro Modell auch den Preis gehörig nach oben schrauben werden, das Apple’s Pro Smartphone wird es nicht unter 1199€ geben.

Bei einer derartigen Strategie besteht die Gefahr die Marke iPhone zu beschädigen. Das iPhone ist grundsätzlich teuer. Wenn man relativ viel Geld für ein iPhone 7s/7s Plus ausgibt, möchte man das beste iPhone, und nicht die zweite Wahl, weil es noch ein besseres iPhone Pro gibt, dass mangels breiter Verfügbarkeit, und für viele Konsumenten zu hohem Preis, unerreichbar ist.

Deshalb bin ich der Meinung, dass Apple’s Pro Smartphone nicht iPhone heißen wird, sondern Apple Phone. Dadurch könnte man Apple Phone zu einer noch stärkeren Marke als iPhone machen. Bei folgenden Generationen hätte Apple die Option das Top Gerät auf Apple Phone Pro umzubennen, das iPhone wird zum Apple Phone. Man würde dann der neuen Produkt Semantik folgen, die erstmalig mit der Apple watch eingeführt wurde.

Ein paar Tage mit dem Macbook Pro 13″ – 2017

Ich hatte ein Macbook Pro 15″ Retina aus dem Jahr 2012, das war die erste Retina Macbook Serie. Ich verwende meine Macbooks immer relativ lange, nach fünf Jahren Verwendung, habe ich mir gedacht, ist eine Neuanschaffung aber durchaus zu rechtfertigen.

Eine Zeit lang hatte ich parallel zum Macbook Pro 15“ ein Macbook Air 11”, da ich die Mobilität brauchte, das 15“ Notebook war mir zu groß um es stundenlang herumzuschleppen. Ich musste das Notebook teilweise beim Wandern dabei haben, da macht sich ein Macbook Air 11” schon wesentlich angenehmer im Rucksack als ein 15″ Macbook Pro.

Zwei Notebooks wollte ich nicht mehr, ein Kompromiss musste her. Nachdem ich zum Beispiel für Fotobearbeitung und Videoschnitt doch einigermaßen Rechenpower benötige, Mobilität mir ein Anliegen ist, habe ich mich, als für mich naheliegendsten Kompromiss, für das Macbook Pro 13″ mit Touchbar entschieden. Ein paar Tage hatte ich es jetzt in Verwendung, dazu meine ersten Eindrücke.

Nach dem Auspacken fühlte ich mich, zumindest äußerlich, sofort in meiner Wahl bestätigt. Das aktuelle Macbook Pro 13″ bietet mir definitiv die gewünschte Mobilität, noch kleiner und leichter muss es nicht unbedingt sein. Beim Aufklappen des Gerätes fallen sofort die Bildschirmscharniere auf. Man muss beim Aufklappen nicht das Macbook festhalten, denn es hebt sich nicht, wie alle anderen Notebooks, beim Aufklappen vom Tisch hoch. Die Scharniere sind derart perfekt ausgewogen, dass sie einerseits federleicht aufgehen, und trotzdem stabil halten. Die Schaniere sind jetzt im Material des Macbook Pro gehalten, bei letzten Gehäusedesign war, zumindest die Abdeckung, aus schwarzem Kunststoff. Das sind definitiv die besten Bildschirmschaniere, die ich je bei einem Notebook gesehen habe. Das ist Perfektion, wie ich sie an Apple Produkten liebe. Ich könnte noch hunderte Worte über die Bildschirmschaniere schreiben, so begeistert bin ich.

Vor der Tastatur habe ich mich schon ein bisschen gefürchtet. Ich hatte die erste Generation der Macbook Tastatur probiert und mochte sie nicht besonders. Die Tastatur des neuen Macbook Pro orientiert sich an dieser Tastatur, wurde aber, so hörte man im Vorfeld, in mehreren Punkten verbessert. Es ist zugegeben schwer mich seitens Tastatur zufrieden zu stellen, bei der bisherigen Macbook Pro Tastatur war für mich das Optimum gefunden. Betonung auf war, denn nach ein paar hundert Anschlägen kann ich sagen, dass ich die neue Macbook Pro Tastatur noch lieber mag, als die im alten Gehäuse. Keine Ahnung was sie ab der zweiten Generation exakt verbessert haben, aber es hat funktioniert. Das Tippgefühl unterscheidet sich von der alten Tastatur ohne Butterfly Mechanismus stark, ist aber sehr angenehm, auch wenn die Tastatur sehr flach ist, deshalb wenig Hub hat. Die Tasten sind größer, als bei der alten Tastatur, und sehr stabil, d.h. sie nicht, wenn man die Taste nicht in der Mitte trifft. Etwas störend finde ich, dass die Tastatur beim Tippen relativ laut ist. In Umgebungen, an welchen Ruhe gefordert ist, kann das problematisch sein.

Das neue Macbook Pro 13″ ist mit einem Force Touch Trackpad ausgestattet. Apple setzt schon seit ein paar Generationen beim Macbook Pro Force Touch Trackpads ein. Ich hatte diese Technologie zwar bereits bei einem Macbook kurz getestet, aber es ist mein erstes eigenes Gerät mit Force Touch Support. Faszinierend, wie glaubwürdig der Klick vorgegaukelt wird. Das Touchpad ist noch mal gehörig gewachsen, ist beim neuen 13″ Macbook Pro wesentlich größer als beim 15″ Modell des alten Gehäuses. Das Trackpad ist überaus exakt, ich hatte nie ein besseres Touchpad unter den Fingern.

Beworben wird das neuen Macbook Pro primär mit der Touchbar. Nicht mehr missen möchte ich sie aufgrund des Touch ID Sensors, wie bereits von den iOS Geräten bekannt. Es ist einfach so viel komfortabler seinen Finger auf den Sensor zu legen, als dutzende Male am Tag sein Passwort einzugeben. Die Touchbar selbst hat definitiv Potential, aber so ein richtiges Killer Feature ist mir noch nicht unter gekommen. Ich arbeite sehr viel mit Tastatur Shortcuts. Die decken die meisten Features der Touchbar ab, allerdings auf noch effektivere Weise. Für Anwender, die mit den Tastatur Shortcuts nicht per Du sind, stellt die Touchbar vermutlich einen größeren Mehrwert dar. Das die ESC-Taste auf die Touchbar gewandert ist, ist für mich akzeptabel, aber als Hardware Taste wäre sie mir lieber gewesen, das ist für mich ein Rückschritt.

Für viel Diskussion haben die Schnittstellen der neuen Macbook Pro gesorgt. Es gibt nur mehr USB-C Anschlüsse, vier an der Zahl, und ausgerechnet einen 3,5mm Klinkenanschluss. Braucht man andere Schnittstellen, muss man geeignete Adapter besorgen. Grundsätzlich halte ich das für den richtigen Schritt, da ich ein ewig Morgiger bin, und derartige Schritte für Fortschritt sorgen. Die Transformationsphase ist zugegeben allerdings nicht frei von Schmerzen. Schnell sammelt sich ein prall gefülltes Säckchen an Adaptern an. In meinem Fall sind das Thunderbolt3/Thunderbolt2, USB-C/USB-A 3.0, USB-C/SD Card Reader, USB-C/Gigabit-Ethernet, USB-C/HDMI. Erfreulich ist, dass es dahingehend bereits einige Adapter gibt, die viele dieser Schnittstellen in einem Gehäuse abdecken. Ich habe mir dahingehend den Satechi Aluminium Multiport Adapter besorgt, den es sogar in Macbook Pro Gehäusefarbe gibt, und mit dem ich sehr zufrieden bin. Es ist sehr praktisch, dass das Macbook Pro an allen vier USB-C Ports geladen werden kann, dennoch vermisse ich den MagSafe Ladeport. Das war schon eine praktische Geschichte, und hat sicher das eine, oder andere, Macbook vor einem Absturz bewahrt. Aus meiner Sicht halten sich dahingehend Vor- und Nachteil die Waage.

Mit einem Macbook Pro mit Retina Display war ich bereits mit einem sehr guten Bildschirm gesegnet. Wenn man das neue Macbook Pro daneben stellt, fällt allerdings sofort auf, dass das Display des neuen Macbook Pro noch wesentlich besser ist. Es ist heller, der Kontrast ist größer, und der dargestellte Farbraum einfach großartig. Ein nettes Detail am Rande ist, dass der Rand um den Bildschirm wesentlich schmäler geworden ist, das schaut besser aus.

Was die technischen Parameter betrifft, fällt im täglichen Betrieb auf, dass die SSD merkbar schneller ist, hinsichtlich Prozessor kann ich, ehrlich gesagt, keine großen Vorteile feststellen. Laut Benchmarks ist das neue Macbook Pro 13“ im Single Core Betrieb merkbar schneller als mein Macbook Pro 15” aus dem Jahr 2012, im Multicore Betrieb hat das fünf Jahre alte Gerät noch immer die Nase vorne, was daran liegt, dass es eine 4-Kern Maschine ist, dass neue 13″ Macbook Pro nur zwei Prozessorkerne hat. Für meine Zwecke ist die Performance sehr gut. Das Macbook Pro hat 16GB RAM, damit finde ich das Auslangen. Für ein Pro Gerät hätte es aber optional ruhig mehr sein dürfen.

Was im Vergleich der beiden Geräte positiv auffällt ist die Akku Laufzeit. Hier läuft das neue wesentlich länger. Mehr als zehn Stunden sind mit light computing (surfen, schreiben) definitiv zu erreichen. Hinsichtlich Akkulaufzeit gibt es natürlich sehr große Schwankungen, abhängig von den Tätigkeiten, die man dem Gerät zumutet.

Würde ich das neue Macbook Pro also empfehlen? Unbedingt! Es ist klein, leicht, sehr leistungsfähig, und beispiellos gut verarbeitet. Der Preis treibt einem leider die Tränen in die Augen, aber dafür bekommt man das derzeit wohl beste Notebook am Markt. Alles eine Frage der Wertigkeiten.

Um es mit Apples Worten zu sagen, “Es ist das beste Macbook Pro aller Zeiten”.

Détour von Michel Gondry mit iPhone gedreht

Apple hat auf der französischen Site einen Kurzfilm von Michel Gondry vorgestellt. Michel Gondry ist Film-, Werbespot- und Musikvideo-Regisseur, bekam im Jahr 2005 den Drehbuch Oskar für den großartigen Film Vergiss mein nicht!.

Der Kurzfilm Détour wurde ausschließlich mit dem iPhone gedreht. Es ist ziemlich beeindruckend, wie weit sich das iPhone nach zehn Jahren entwickelt hat. Das erste iPhone konnte nur Fotos schießen, zehn Jahre später werden professionelle Filme damit gedreht.

Abgesehen vom technischen Aspekt ist Détour ein wirklich sehr netter Kurzfilm.